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ThemenCheck Medizin: Zweistufige Themenauswahl

Einmal pro Jahr startet das IQWiG eine zweistufige Themenauswahl: Aus den Vorschlägen in der Themenliste wählt das Institut pro Jahr bis zu fünf Themen aus, die für die Patientenversorgung in Deutschland besonders bedeutsam sind. Dabei wird sowohl die Bürger- und Patientensicht als auch die wissenschaftliche Perspektive mit einbezogen. 

Gehen Vorschläge nach dem Start eines Auswahlverfahrens (in der Regel im August eines Jahres) ein, werden sie bei der Auswahl im Folgejahr berücksichtigt. Im Jahr 2016 startete das erste Auswahlverfahren und die Arbeit an ersten HTA-Berichten begann Mitte 2017. Seit Juli 2019 werden finale HTA-Berichte sukzessive veröffentlicht.

ThemenCheck: Wird eine HTA-Frage gestellt?

Zunächst prüft das ThemenCheck-Team, ob Ihr Vorschlag die Voraussetzungen für die öffentliche Themenliste erfüllt und sich daraus eine wissenschaftliche Fragestellung für einen HTA-Bericht ableiten lässt.

Um offene Fragen zu klären, nimmt das IQWiG-Team nach Themeneingang gegebenenfalls (per E-Mail oder telefonisch) Kontakt mit Ihnen auf. Das IQWiG informiert Sie auch über das Ergebnis der Prüfung per E-Mail.

Falls ein Vorschlag grundsätzlich geeignet ist, formuliert das IQWiG einen Titel und eine Kurzbeschreibung der wissenschaftlichen Fragestellung. In einer E-Mail sind dann der Titel und eine Bearbeitungsnummer (Identifikationscode) enthalten.

Der Vorschlag wird mit diesen Angaben in die öffentliche Themenliste aufgenommen. Anhand des Identifikationscodes ist ein Vorschlag dort eindeutig zu identifizieren.

Persönliche Daten und der Wortlaut des eingereichten Vorschlags werden vom IQWiG vertraulich behandelt und nicht veröffentlicht.

Themenauswahl mit Bürger- und Patientensicht

Einmal pro Jahr (etwa im August) wird die Themenliste seit der letzten Auswahl im Vorjahr geschlossen. Danach startet das zweistufige Auswahlverfahren: Aus allen Vorschlägen in der Themenliste werden bis zu fünf Themen ausgewählt, zu denen ein HTA-Bericht entsteht. Das Auswahlverfahren dauert insgesamt etwa fünf Monate.

Das IQWiG-Team sammelt zunächst wissenschaftliche Informationen zu den Vorschlägen in der Themenliste und wertet sie aus. Diese Auswertung orientiert sich u. a. an der Anzahl der betroffenen Patientinnen und Patienten, am Schweregrad und an der Belastung durch eine Erkrankung, am Vorhandensein wissenschaftlicher Studien zur Fragestellung, an den Kosten eines Verfahrens oder auch an Hinweisen auf Versorgungsprobleme. Danach startet die zweistufige Themenauswahl:

Auswahlstufe 1: Aus allen Vorschlägen  wählt ein Auswahlbeirat bis zu 15 Themen aus. Die Mitglieder dieses Gremiums vertreten sowohl die Bürger- und Patientensicht wie auch die wissenschaftliche Perspektive.

Auswahlstufe 2: In der zweiten Stufe entscheidet die IQWIG-Institutsleitung mit dem erweiterten Fachbeirat über die Themen für bis zu fünf HTA-Berichte pro Jahr.

Alle, die ein Thema vorgeschlagen haben, erfahren per E-Mail von den Ergebnissen der Themenauswahl.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Annahme oder Auswahl eines Themenvorschlags.